Darmstadt

Neuigkeit "25 Jahre ADFC Darmstadt – Start in die nächsten 25 Jahre am 12. September"

Wilhelminenstraße Darmstadt
Das Symbol des Gegenwindes für Radfahrer in Darmstadt, der „Wilhelminenbuckel".
Copyright © ADFC Darmstadt e.V.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitglieder,

gleich aus mehreren Richtungen weht dem ADFC Darmstadt derzeit heftiger Wind entgegen. Deswegen suchen wir Leute, die mit uns mit Engagement für eine bessere Zukunft fürs Rad in die Pedale treten - auch wenn das manchmal Kondition erfordert!

Gegenwind gibt es zum einen in der städtischen Politik. Das Fahrradfahren ist zwar ,in aller Munde', da bleibt es aber auch. Die Taten, die dem folgen, zeigen deutlich, dass das Fahrrad allenfalls geduldet, aber nicht erwünscht ist.
  • Sperrung Wilhelminenstraße durch nach einem einzigen Unfall, verursacht durch einen rücksichtslosen Jugendlichen. Entgegen einstimmiger Empfehlung der Teilnehmer eines von Verkehrsdezernent Dieter Wenzel selbst einberufenen Workshops zu diesem Thema vom 26.1.06 ist die Freigabe für den Radverkehr bisher nicht erfolgt.
  • Verhinderung des schon fertig geplanten und finanzierten Radweges entlang der umzubauenden B426 entlang der Felsnase. Entgegen den Empfehlungen seiner Verkehrssicherheitskommission entscheidet der hessische Verkehrsminister Riehl, dass der Radweg nicht gebaut wird. Darmstädter Lokalpolitiker aller Parteien applaudieren dazu.
  • Die Fördermittel für den Radverkehr sind auf einem Tiefpunkt, eine angekündigte Verdoppelung bedeutet eine .Steigerung' von 0,3 auf 0,6 Prozent des Gesamtverkehrsetats (bei einem Radverkehrsanteil von 15 Prozent am Gesamtverkehrsaufkommen).

"Kompromisse" werden stets zu Lasten des Radverkehrs geschlossen, wie das Beispiel Umbau Frankfurter Landstraße in Arheilgen zeigt. „Es geht nicht, weil.... (zu teuer, kein Platz, Gestaltung lässt das nicht zu, ist zu spät um das noch zu verändern,....)" ist der Standardsatz, den wir zu hören bekommen.

In der Diskussion, die alle Parteien, die Presse und viele Bürgerinnen und Bürger führen, werden die Argumente des ADFC oft verfälscht wiedergegeben oder mit Argumenten gekontert, die auf Fehlinformationen beruhen.

Wie Sie sich vorstellen können, sind derartige Angriffe auf den Radverkehr für uns nicht hinnehmbar. Leider erfordert es sehr viel Engagement, dem auch nur annähernd etwas entgegensetzen zu können. Zu viel für die derzeit ehrenamtlich Aktiven.

Nach 25 Jahren ehrenamtlicher Aktivität befindet sich der ADFC Darmstadt in einer Krise. Wir suchen (mindestens) einen neuen Vorsitzenden sowie Leute, die verantwortlich mit anpacken'. Aber auch Leute, die einfach nur mal helfen, z.B. bei einem Infostand, beim Etikettieren dieser Zeitschrift, Büroarbeiten, rumtelefonieren, .....

Am 12. September 2006 wollen wir uns treffen, um über die Zukunft des ADFC Darmstadt zu beraten: als offener Treff für Alle, die an unserer Arbeit und dem Verein interessiert sind. Auf diesem offenen Treff wollen wir in lockerer Atmosphäre zunächst darstellen, was wir bisher gemacht haben. Dann wollen wir die Zukunft des Vereins planen, damit wir alsbald nicht 'Radlos' dastehen.

In dieser ufb haben wir zusammengetragen, worin die Krise besteht, was wir bisher gemacht haben, was nach unserer Ansicht wichtig ist usw.

Aktuelle Informationen finden Sie meist auf unserer Homepage (sofern wir die Zeit finden, das da einzustellen) www.adfc-darmstadt.de.

Wir bitten alle, zu dem genannten Termin am 12. September 2006 sowie auch zu unserer Mitgliederversammlung am 10. Oktober 2006 zu kommen.

Ihr Vorsitzender des ADFC Darmstadt,

Jörg Urban

Administrator

Zuletzt geändert am 24.4.2007 22:59 Uhr von Jörg Urban