Michelstädter Musiknacht (extern)
Abgelaufen!
Preis: ca. 225 € (Nichtmitglieder des ADFC und Freunde des Radwanderns 235 €) Übernachtung im DZ (incl. Konzert, Führung in Schloss Weikersheim, Eintritt in die Herrgottskirche, ggf. Besichtigung der Stuppacher Madonna sowie Bahnkosten für An- und Abreise ab und nach Frankfurt)
ca. 220 km.
Die Michelstädter Musiknacht ist mittlerweile ein Klassiker. In der schönen Altstadt von Michelstadt finden am Samstagabend an 6 verschiedenen dicht beieinander liegenden originellen Orten klassische oder jazzige Konzerte statt (6 Stunden lang!).
1. Tag
Wir reisen nach Darmstadt mit der Bahn an. Dort besuchen wir kurz die Rosenhöhe und erfrischen uns mit einem sommerlichen Obstpicknick, ehe wir durch den Darmstädter Stadtwald radeln. Wenig später erklimmen wir um Ober-Ramstadt die ersten Berge. Wir gelangen ins Gersprenztal und fahren wahrscheinlich über die Böllsteiner Höhe um uns zur Kaffeezeit dort zu stärken. Die anschließende Weiterfahrt durch den Odenwald beschert uns nunmehr noch wenige Höhenmeter, ehe wir ins Mümlingtal nach Michelstadt herunterrauschen können.
Das „kleinstädtische Charakterbild von seltener Liebenswürdigkeit“ der Stadt Michelstadt wird geprägt von zahlreichen, sehr gut erhaltenen Fachwerkhäusern. Das weltberühmte Fachwerk-Rathaus drückt der beeindruckenden Altstadt seinen Stempel auf.
Dort erwartet uns bereits ab dem frühen Abend das 6-stündige Konzert mit gelegentlichen individuellen Pausen.
Ca. 55 km. Und etwa 650 hmtr.
2. Tag
Da es am Vorabend etwas später geworden ist, starten wir den Radeltag eine Stunde später als gewohnt.
Unsere Fahrt bringt uns auf die hohen Odenwaldhöhen (ggf. besteht die Möglichkeit mit dem Natourbus die Steigung zu verkürzen.). Die Weiterfahrt bringt uns nach Amorbach, wo wir auch eine Pause für Besichtigung und Kräftigung einlegen können.
Die Barockstadt Amorbach wird ohne Übertreibung als ein "Schmuckkästchen" der Architektur bezeichnet. Die unter Denkmalschutz stehende Altstadt hat alles zu bieten, was von einem romantischen Städtchen erwartet wird: verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser, ein historisches Rathaus und mindestens eine sehenswerte Kirche:
Die Abteikirche wurde 1742 - 1747 durch den Kurmainzer Hofbaumeister Maximilian von Welsch errichtet und von den bedeutendsten Künstlern des Rokoko ausgeziert. Von großer Bedeutung ist die Barockorgel. Neben der Kirche werden im Konventbau der Grüne Saal (Festsaal der Mönche) und die Bibliothek gezeigt. Meisterwerke des Klassizismus entstanden 1782 - 1794. Heute ist das Kloster im Privatbesitz des Fürstenhauses zu Leiningen. Der Klang der berühmten Barockorgel aus der Werkstatt der Orgelbauer Stumm aus dem Hunsrück kann während der Reihe "Amorbacher Abteikonzerte" vielmals genossen werden.
Die Schlussetappe für diesen Tag bringt uns nach einigem Auf und Ab schließlich zum Wallfahrtsort nach Walldürn.
Ein Bummel durch die Stadt, wo traditionelle Werte und Fortschritt wirkungsvoll miteinander verbunden sind, lässt uns erleben, wie facettenreich diese Stadt ist:
Die Basilika, eine der schönsten Barockbauten im Rhein-Main-Gebiet zieht jährlich 150.000 Pilger an. Inmitten der historischen Altstadt befindet sich das älteste Rathaus Deutschlands. Verwinkelte Gässchen und zahlreiche Fachwerkhäuser bestimmen das Bild in der Innenstadt – Fachgeschäfte aller Art laden zum Bummeln ein. Gastronomie, Hotels, Gasthäuser und Cafés runden das Angebot ab.
Wir übernachten in naher Umgebung der berühmten Wallfahrtskirche.
Ca. 55 km bei ca. 300-600 hmtr.
3. Tag:
Wir fahren den Madonnenradweg in Richtung Taubertal. Der Weinort Königheim besticht u.a. wegen seiner vielen Brücken über den Brehmbach und wird von seinen Bewohnern „Klein-Venedig“ genannt. Besonders sehenswert ist aber die Barockkirche von Königheim, die im 18. Jahrhundertnach nach den Plänen des Ingenieurhaupt-manns Michael Anton Müller erbaut wurde. Dieser war ein Schüler von Balthasar Neumann. Auch der Baldachin-Hochaltar, die Seitenaltäre, die Kanzel, die aufwändi-gen Stuckarbeiten sowie die Fresken stammen von namenswerten Künstlern.
Wenig später erreichen wir Tauberbischofsheim. Wir haben eine kurze Pause und können neben der Stadtkirche St. Martin (neugotischer Stil mit mittelalterlichen Kunstwerken), die historische Altstadt (neugotisches Rathaus, hübsche Fachwerkgebäude und das Barockpalais „Macker´sche Haus“) sowie das Kurmainzische Schloss mit dem Wahrzeichen des Ortes dem Türmersturm von außen besichtigen.
Nach weiteren gemütlichen fast ebenen Radwegen erreichen wir Bad Mergentheim, was auch einen kurzen Halt rentiert: Der Marktplatz ist umgeben von schmucken Fachwerkhäusern aus der Zeit um 1500. Sehenswert ist auch das Rathaus mit seinen stattlichen Staffelgiebel. Daneben gibt es auch noch ein Schloss, in dem das Deutschordensmuseum untergebracht ist. Von hier können wir noch einen Ausflug ins 6 Kilometer entfernte Stuppach unternehmen, in dem Grünewalds Stuppacher Madonna zu sehen ist. Das Gemälde gehört zu den bekanntesten und Aufsehen erregendsten Marienbildern der Kirchenkunst. Gemalt von dem Malermeister Matthias Grünewald (1470 – 1529) hat es Farben, die eine einzigartige Leuchtkraft und Tiefe besitzen.
Die Weiterfahrt auch ebenen Wegen bringt uns nach Weikersheim. Dieser Ort, der Stammsitz der Grafen von Hohenlohe, erhielt zu Beginn des 14. Jahrhunderts das Stadtrecht und ist heute noch weithin bekannt durch das eindrucksvolle Residenzschloss, mit dessen Bau im 16. Jahrhundert an der Stelle eines ehemaligen mittelalterlichen Wasserschlosses begonnen wurde. Die Hauptattraktion des Renaissanceschlosses ist der monumentale Rittersaal, der sich mit seiner Höhe von neun Metern über zwei Stockwerke ausdehnt. Besonders sehenswert ist auch der gut erhaltene, französische Barockgarten mit einer Vielzahl von Statuen. Wir werden dies bei einer Besichtigung alles zu sehen bekommen. Auch sehr schön, ist der rechteckige Marktplatz, in seinem Mittelpunkt ein Rokokobrunnen aus dem Jahre 1768, umgeben von barocken Amtshäusern, zwei Kirchen und dem bereits erwähnten Schloss.
Die Weiterfahrt bringt uns nach wenigen Kilometern nach Tauberrettersheim mit seiner schönsten Tauberbrücke des ganzen Taubertales. Die sechsbogige Steinbrücke mit dem Brückenheiligen Nepomuk wurde 1733 vom bekannten Barockmeister Balthasar Neumann geschaffen, der auch die Würzburger Residenz baute. In unmittelbarer Nähe übernachten wir und können von unserer Terrasse bei leckerem Essen auf die Brücke sehen oder auch an der Tauber uns die Füsse erfrischen.
Ca. 65-79 km, und 350 – 450 hmtr.
4. Tag:
Heute erreichen wir nach wenigen Kilometern radeln Röttingen. Seine Stadtmauer mit seinen damals 14 Wehrtürmen (7 sind noch heute zu sehen) sowie die ältesten Teile der Burg Brattenstein wurden im 13. Jahrhundert erbaut. Das entzückende Städtchen präsentiert ein einheitlich historisches Bild, dessen Mittelpunkt das barocke Rathaus darstellt. Eine kurze Stadtrundfahrt mit dem Radl ist vorgesehen.
Rund 10 Kilometer später erreichen wir Creglingen und fahren in ein Seitental zur Herrgottskirche. Dort steht der Marienaltar, der von Tilman Riemenschneider erstellt wurde: In den Jahren 1505 bis 1510 wurde ein elf Meter hohes Meisterwerk erstellt. Die rahmenden Teile sind aus rötlichem Föhrenholz geschnitzt, und in schönem Kontrast zu dem roten Hintergrund stehen die Figuren aus hellem Lindenholz. 20 Jahre später wurden die Altartüren wegen der Reformation für mehr als 300 Jahre geschlossen. Dies ist auch der Grund für das aus dieser Zeit noch sehr gut erhaltene Kunstwerk.
Die Weiterfahrt nach Rothenburg bringt noch so manche Anstrengung wegen dem jetzt recht hügeligem Verlauf des Radweges, aber auch Sehenswürdigkeit oder Kurioses hervor : Die Holdermühle, dessen Wirtschaft mitten durch die Landesgrenze verläuft. Dort tragen die bayrischen Tische weiß-blaue, die baden-württembergischen gelb-schwarze Tischdecken. Kurz vor Rothenburg kommen wir in Detwang an eine der ältesten Kirchen Frankens vorbei, die ev. Pfarrkirche St. Peter und Paul. Diese romanische Kirche wurde im 10. Jahrhundert erbaut und beherbergt einen wertvollen Heilig-Kreuz-Altar von Tilman Riemenschneider. Zu Füssen von der Stadt Rothenburg liegt idylisch an dem mit Weiden gesäumten Ufer der Tauber das Toppler-Schlösschen. Heinrich Toppler war einer der bekanntesten und mächtigsten Bürgermeister in der Geschichte von Rothenburg und ließ den ungewöhnlichen, zweigeschossigen Wohnturm im Jahre 1388 erbauen. Es wurde von Toppler als Sommerresidenz genutzt.
Auf einem Hochplateau über dem Taubertal, dort wo sich die Romantische und die Deutsche Burgenstraße kreuzen, erhebt sich die mittelfränkische Stadt Rothenburg. Durch das Eingreifen des stellvertretenden Staatssekretärs McCloy wurde die Zerstörung Rothenburgs gegen Ende des Zweiten Weltkriegs verhindert. Wegen eines gekonnten Wiederaufbaus ist der mittelalterliche Charakter Rothenburgs bis heute erhalten geblieben. Die Stadt gilt mit ihrer einst wehrhaften Mauer, den Stadttoren und Türmen, den Kirchen und historischen Gebäuden als Inbegriff einer deutschen Mittelalterstadt. Die Stadtmauer mit ihren Wehrgängen und mächtigen Basteien zeugt von einer langen und bewegten Vergangenheit. 1274 als freie Reichsstadt entwickelte es sich in den nächsten 100 Jahren zu einem Handelszentrum ersten Ranges, das im 14/15. Jahrhundert unter dem Bürgermeister Toppler den Höhepunkt seiner Blüte erreichte. Durch Niederlagen im Dreißigjährigen Krieg verlor Rothenburg an politischer und wirtschaftlicher Kraft. Im 19. Jahrhundert entdeckten Maler und Poeten die Romantik die Stadt, was sicherlich auch zur heutigen Attraktion Rothenburgs beitrug.
Wir haben einige Stunden Zeit in Rothenburg, ehe uns der Zug wieder nach Hause bringt, Wir haben die Qual der Wahl aus den vielen Sehenswürdigkeiten uns etwas auszusuchen:
Eine von 1350 – 80 erbaute Stadtmauer rund um Rothenburg abzulaufen, wobei wir 12 Türme und einige Toranlagen passieren.
Besichtigung der Kirche St. Jakob. Diese beherbergt den berühmten Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider aus dem 16. Jahrhundert.
Das Rathaus zählt zu den schönsten Renaissancebauten Süddeutschlands und wurde 1572-78 in heutiger Form errichtet. Der Rathausturm ist der höchste Aussichtspunkt der Stadt.
Ein mittelalterliches Kriminalmuseum mit Rechtswesen seit dem Mittelalter, Rechtsbüchern, Urkunden, Hinrichtungs- und Folterwerkzeugen
Deutsches Weihnachtsmuseum mit Weihnachtsschmuck aus verschiedenen Epochen, historische Nussknacker und Weihnachtsbäume der Jahrhundertwende.
Viele andere Museen und sehenswerte Kirchen
Schöne Aussichtspunkte von Gärten
und/oder
einfach Kaffeetrinken und die Kulisse von damals in sich einsaugen lassen.
38 km, 400 hmtr.
Anmeldung: spätestens bis 09.05., Rabatt bis 11.04.
Rainer Griga, Tel. (06151) 14 76 13 , mobil 0175 806 88 33 , eMail